Vor kurzem haben wir im Rahmen einer Kundenveranstaltung diskutiert, was der neue IFRS 10, Consolidated Financial Statements, an Auswirkungen für die Fonds- und Asset-Manager-Branche mit sich bringt. Dies in der Annahme, dass das Anwendungsdatum der 1.1.2013 sein wird. Nur wenige Tage später sorgte ein Brief der EFRAG an das IASB dafür, dieses Datum mit einem Fragezeichen zu versehen, da die EFRAG eine Verschiebung des Anwendungsdatums um mindestens ein Jahr vorschlägt.
Welche Chancen bestehen, dass der IFRS 10 erst später angewendet werden muss?
Derzeit ist dies noch schwierig einzuschätzen, solange es keine „offizielle“ Indikation vom IASB gibt. Aber da es mit der geplanten Änderung des IFRS 10 zur Transition Guidance und der noch ausstehenden Finalisierung des Konsolidierungsstandards für Investment Entities noch offene Themen gibt, ist durchaus vorstellbar, dass sich das Erstanwendungsdatum verschiebt. Dagegen spräche ein weiterer Verlust der Glaubwürdigkeit, wenn schon wieder ein Standard verschoben wird.
Was heisst dies für die Anwender?
Für die Anwender ist sicherlich ausschlaggebend, dass sich nichts an den Konsolidierungsregeln ändert, sondern lediglich möglicherweise das Anwendungsdatum. Damit würden die Unternehmen zusätzliche Zeit gewinnen, um den Konsolidierungskreis zu überprüfen – insbesondere für die Fonds- und Asset-Manager-Branche je nach Komplexität der zu beurteilenden Sachverhalte sicher willkommene zusätzliche Zeit.
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