Erfolgreiche Einkaufspolitik: Frankenstärke einsetzen

in Advisory, 11.03.2015

Goldgräber-Stimmung in den Einkaufsabteilungen von Schweizer Unternehmen: Der starke Schweizer Franken sorgt für erhöhte Einkaufskraft. Und diesmal haben die Schweizer Produzenten und Händler die Lektion gelernt: Euro-Vorteile werden sofort und ohne Murren an die Kunden weitergegeben.

Die Frankenstärke beweist zum wiederholten Male, dass der Einkauf ein wichtiger Bestandteil von Schweizer Unternehmungen ist. Allzu oft allerdings weisen KMUs und auch grössere Unternehmungen Schwächen bei der Beschaffung ihrer Materialien und Dienstleistungen auf. Dies macht sich umso stärker bemerkbar, je mehr Unternehmungen auf ausländische Märkte angewiesen sind.

Nun ist Einkaufs-Knowhow gefragt. Wer über Kostenstrukturen von eingekauften Produkten und Dienstleistungen Bescheid weiss und die Wertschöpfungsketten kennt, ist in einer ausgezeichneten Verhandlungsposition. Wie sehen hierbei die konkreten Bausteine für eine erfolgreiche Einkaufspolitik im Unternehmen aus, damit nachhaltige Einsparungen erzielt werden können?

Erfolgreiche Einkaufspolitik

Transparenz mit Kunden und Lieferanten ist der erste wichtige Schritt, um die Frankenstärke zu meistern. Schafft man eine klare Sicht auf die unternehmensweiten Kosten- und Vertragsstrukturen mit den Lieferanten, so kann man Bündelungs- und Optimierungspotentiale erkennen. Diese Potentiale sind durch den Schweizer Franken enorm gestiegen. So können auf Basis dieser Transparenz Lieferantenverträge konsolidiert oder mit bestehenden Gruppen-Verträgen zusammengeschlossen werden. Daraus resultieren nicht nur tiefere Einkaufspreise, sondern auch eine Kontrolle über die Lieferantenbasis.

Wie können Optimierungspotentiale ausgeschöpft werden?

In der aktuellen Situation sollten Unternehmen insbesondere die Neuverhandlung mit relevanten in- und ausländischen Lieferanten suchen. Selbst wenn eine Beschaffung in ausländischen Märkten mit schwächeren Währungen vorerst nicht in Frage kommt, so kann doch ein genauer Blick auf die eigenen Wertschöpfungsketten und die der Lieferanten Einsparungspotentiale aufzeigen. Sei es durch Neuverhandlungen mit bereits bestehenden oder auch mit potentiellen Lieferanten. Ein weiteres wichtiges Werkzeug ist die Anbindung und vertragliche Verankerung eines Währungsindex, um die Preise an die ständig schwankenden Währungen anzupassen.

Aufgrund der Dynamik des Schweizer Frankens müssen Unternehmen nun also kurzfristig Entscheidungen treffen, wie sie diese Potentiale realisieren können. Die Erfahrungen im Einkauf haben gezeigt, dass insbesondere kurzfristige Einsparmassnahmen im Bereich der indirekten Materialien erfolgreich sind. Transparenz und die richtigen Werkzeuge für ein organisiertes Lieferantenmanagement sind hierbei die zentralen Bausteine für die Ausnutzung der Frankenstärke.

 

 

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