Endlich! Die Zukunft der Rechnungslegung für Finanzinstrumente beginnt

in Audit, Financial Services, 25.07.2014

Das IASB hat den finalen Standard zu IFRS 9 „Finanzinstrumente“ am 24. Juli 2014 veröffentlicht. Dieser neue Standard soll den bisher anzuwendenden IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ ersetzen. Hauptziele waren die Vereinfachung der Rechnungslegung für Finanzinstrumente sowie die frühzeitige Bildung von Wertberichtigungen (vor statt während der Krise).

Wesentliche Änderungen

Der Entscheid zur Klassierung und somit auch der Bewertung von Finanzinstrumenten erfolgt nicht mehr für jedes Finanzinstrument separat, sondern wird im IFRS 9 an das Geschäftsmodell gekoppelt. Die neuen Kategorien sind jedoch ähnlich zu den bisherigen Kategorien unter IAS 39: Held to collect, Fair Value through OCI und Fair Value through P&L.

In Zukunft sollen Wertberichtigungen aufgrund eines Expected Loss Models erfasst werden. Dies soll dazuführen, dass Wertberichtigungen bereits bei Entstehung bzw. Erwerb des Vermögenswertes gebildet werden und nicht ein Loss Event abgewartet wird. Das IASB erhofft sich von dieser Massnahme eine frühere und höhere Erfassung von Wertberichtigungen, ohne dass diese in einer Krise verstärkend wirken.

Wann tritt IFRS 9 in Kraft

Der neue Standard tritt per 1. Januar 2018 in Kraft, das heisst, er ist erstmals für Jahresrechnung mit Abschlussstichtag 31. Dezember 2018 relevant. Es darf aber nicht vergessen werden, dass auch die Vergleichszahlen 2017 angepasst werden müssen.

Unseres Erachtens empfiehlt es sich aber, den Standard zu analysieren, Vor-und Nachteile abzuwägen, und evtl. auch eine frühzeitige Anwendung ins Auge zu fassen.

Wie KPMG Sie unterstützen kann

KPMG hat Tools entwickelt, die Sie bei der Analyse der Anforderung sowie der Beurteilung, wie der neue Standard Ihre Rechnungslegung beeinflusst, unterstützen.

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