Innovationskraft der Schweizer Wirtschaft stärken

in Tax, 20.08.2015

Forschung und Entwicklung (F&E) stellt die essentielle Grundlage für Innovationen dar und damit auch für weitere Produktentwicklungen, neue Dienstleistungen und Technologien sowie indirekt für zunehmendes Wirtschaftswachstum in der Schweiz.

KPMG Schweiz und die Swiss-American Chamber of Commerce haben in einer gemeinsam mit dem Schweizerischen Gewerbeverband und dem Wirtschaftsdachverband economiesuisse verfassten Studie die Förderung steuerlicher Massnahmen näher untersucht. Dabei wurden rund 700 Grossunternehmen und KMU zu ihren F&E-Aktivitäten befragt.

F&E als Grundlage für Innovation

Die Schweiz zählt weltweit zu den erfolgreichsten Volkswirtschaften und verfügt über starke Innovationskraft, die nicht zuletzt auch von hier domizilierten kleinen, mittleren und grossen multinationalen Unternehmen getragen wird. Der Druck der Frankenstärke, die Unsicherheiten im Euro-Raum wie auch die zunehmend eingeschränkten Handlungsspielräume infolge Compliance-Richtlinien belasten jedoch die wirtschaftliche Entwicklung der Schweiz.

Forschung und Entwicklung bilden die Basis für Innovationen und somit für weiteres Wirtschaftswachstum. Deshalb versucht die Schweiz mit einer gezielten Bildungs-, For­schungs- und Innovationspolitik die Rahmen­bedingungen für die Standortqualität weiter auszubauen und die wirtschaftliche Attraktivität durch gezielte Investitionen zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch das Schaffen steuerlicher Anreize zur Förderung von F&E.

Standortwahl für F&E-Einrichtungen

Die Untersuchung hat zusammengefasst die folgenden drei wichtigsten Ergebnisse ergeben:

  1. In den letzten fünf Jahren haben nur ein Viertel der befragten Unternehmen, die neue F&E-Zentren errichtet haben, diese in der Schweiz angesiedelt – neue Zentren wurden vorwiegend im Ausland eingerichtet.
  1. Bei der Standortwahl für F&E-Tätigkeiten wurden steuerliche Fördermassnahmen von 72% der befragten Unternehmen als wichtig oder sehr wichtig eingestuft. Eine noch höhere Wichtigkeit wurde lediglich den Kooperationsmöglichkeiten mit Universitäten oder anderen Bildungsinstitutionen (85%), dem Zugang zu qualifiziertem, internationalem Fachpersonal (94%) sowie der politischen und wirtschaftlichen Stabilität (95%) eingeräumt.

Hauptkriterien der Befragten für die Standortwahl einer F&E-Einrichtung

standortwahl F&E

(Quelle: F&E Studie, Grafik anklicken für eine vergrösserte Ansicht)

 

  1. Die Mehrheit der befragten Unternehmen gab sich hinsichtlich der Standortwahl künftiger F&E-Zentren noch indifferent. Von denjenigen Unternehmen, die eine Reduktion ihrer F&E-Tätigkeit in der Schweiz in Betracht ziehen, sind 95% der Meinung, dass eine Einführung steuerlicher Fördermassnahmen für Forschung und Entwicklung in der Schweiz einen Einfluss auf ihre Entscheidung bezüglich Standortwahl zugunsten der Schweiz haben könnte.

Fazit

Viele Unternehmen mit hoher Innovationskraft betreiben zunehmend Forschung und Entwicklung im Ausland, sei es aufgrund der Nähe zu den Absatzmärkten und Produkti­onsstätten oder aufgrund besserer Rah­menbedingungen.

Die Studie zeigt deutlich, dass die Einführung einer steuerlichen Förderung von F&E wirksame Anreize für das Halten bestehender F&E-Einrichtungen in der Schweiz setzt und auch die Neuansiedlung von F&E-Aktivitäten begünstigt.

 

 

Weitere Informationen:

 


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