Automatischer Informationsaustausch (AIA)

Der AIA ist ein internationaler Verfahrensstandard, der den Austausch über im Ausland gehaltene  Vermögenswerte zwischen den Steuerbehörden von teilnehmenden Ländern regelt. Ziel ist es, die grenzüberschreitende Steuerhinterziehung zu verunmöglichen. Bisher haben sich rund 100 Staaten, darunter auch sämtliche relevante Finanzmärkte (ausser den USA), zur Einführung des neuen Standards bereit erklärt. Zwischen den so genannten Early Adopter Staaten fand der erste Datenaustausch bereits im September 2017 betreffend das Jahr 2016 statt. Weitere Staaten, wie auch die Schweiz, werden im September 2018 betreffend das Jahr 2017 das erste Mal Daten austauschen. Die Schweiz wird 2018 mit den EU Staaten und neun weiteren Staaten Daten austauschen. Bereits 2019 folgen rund 43 weitere Staaten (eine Liste dieser Staaten finden Sie hier).

Vom AIA erfasst werden nicht nur die ausländischen Kontoinhaber sondern auch die beherrschenden Personen von Vermögensverwaltungsstrukturen wie Trusts, Stiftungen und Sitzgesellschaften.

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  • 1 Erarbeitung der Rechtsnorm 01/15-04/15
  • 2 Anhörung (Vernehmlassung) 05/15-09/15
  • 3 Publikation Ergebnis (VL) 10/15-12/15
  • 4 Behandlung im Parlament 10/15-12/15
  • 5 Publikation definitiver Erlass 01/16-12/16
  • 8 Anwendung der Rechtsnorm 01/17-12/99
Status
Am 1. Januar 2017 in Kraft getreten.

KPMG View

Vor dem Hintergrund des Inkrafttretens des AIA per 1. Januar 2017 haben die Finanzinstitute die AIA Anforderungen grundsätzlich bereits umgesetzt. Aus unserer Sicht müssen die Banken sich insbesondere mit folgenden Herausforderungen auseinandersetzen:

  • Overreporting: Es ist sicherzustellen, dass keine falschen Kunden unter dem AIA gemeldet werden.
  • Underreporting: Ebenso ist entscheidend, dass sämtliche meldepflichtige Kunden identifiziert und gemeldet werden.
  • Klassifikation von Rechtsträgern: Die entsprechenden Meldepflichten unterscheiden sich je nach Klassifikation signifikant, entsprechend ist für die Kunden bzw. Beherrschenden Personen die Klassifikation der Struktur sehr entscheidend.

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