Roadmap zum «Spital 2022»

in Advisory, Healthcare, Industry insights, 01.11.2013

Das Gesundheitswesen ist und bleibt ein teures Pflaster – gleichzeitig zeichnen sich weitere Veränderungen ab. SwissDRG brachte eine Wende zu mehr Transparenz, zeigt aber noch markante Mängel auf. Fazit: Das Gesundheitswesen braucht weitere Veränderungen. An unserem Healthcare Event vom 27. November zeigen wir Ihnen die nächsten Schritte auf.

Teures Gesundheitswesen mit Sparpotenzial

Als Prämien- und Steuerzahler bin ich jeweils gespannt auf die Entwicklung der Krankenkassenprämien und hoffe, dass der Anstieg nicht zu hoch ausfällt. Gleichzeitig habe ich im Gesundheitsmarkt die Rolle des Konsumenten und im Falle einer Krankheit ist mir nur das Beste gut genug – ein klares Dilemma. Doch ich bin überzeugt: Es gibt noch viele Sparmöglichkeiten, ohne Qualitätseinbussen in Kauf zu nehmen. Mit einer Spezialisierung des Leistungsangebotes können in bestimmten Fachgebieten höhere Fallzahlen erzielt werden. Damit wird die Prozesssteuerung noch einfacher und standardisierter, der Einkauf günstiger, die Routine höher und schliesslich steigt damit auch die Qualität der Behandlung bei mir als Patient.

SwissDRG – wo stehen wir?

SwissDRG bewährt sich grundsätzlich, auch wenn das System noch Mängel aufweist. Als positiv beurteile ich die erhöhte Transparenz – sowohl innerbetrieblich als auch gegen aussen. In meiner Beratungstätigkeit beobachte ich, dass eine Portfolioanalyse des Leistungsangebotes heute detaillierter durchgeführt wird und aussagekräftige Resultate liefert. Auf der anderen Seite werden die teuren Fälle im DRG-System noch zu wenig abgebildet und stellen damit Spitäler vor grosse finanzielle Herausforderungen. Das System ist noch zu träge und Innovationen finden nur nach langwierigen Verfahren Eingang in den DRG-Katalog.

Das Gesundheitswesen braucht Veränderung – auf kantonaler und nationaler Ebene

Die Planung sollte nicht auf kantonaler, sondern auf regionaler Ebene erfolgen. Ich beobachte aber, dass bestehende Strukturen zementiert und sogar weiter aufgebaut werden. Beispielsweise werden mit der neuen Finanzierung Kantonsgrenzen aufgeweicht, gleichzeitig macht der Kanton Vorgaben zu den Leistungsaufträgen. Auf nationaler Ebene sehe ich Handlungsbedarf im Bereich der stringenten Datenerfassung, die enorm wichtig ist. Transparenz ist auch hier das grosse Thema.

Zukunftsmodelle: Von Notfallpraxis bis Praxisgemeinschaft

Im erhöhten Wettbewerb unter Spitälern gewinnt das Zuweisermanagement weiter an Bedeutung – und damit auch die Hausärzte. Die Notfallpraxis im Spital ist ein attraktives Modell, um die Einbindung der Hausärzte zu sichern. Ärzte können sich den Notfalldienst teilen, profitieren von internen Zuweisungen und sind nah am Spezialwissen von Fachärzten. Denkbar sind auch externe Praxisgemeinschaften, die von Spitälern aufgebaut und betrieben werden.

Gerne lade ich Sie an unseren nächsten Healthcare Event am 27. November 2013 ein. Wir zeigen Ihnen die nächsten Schritte auf dem Weg zum „Spital 2022“ auf.

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