Spital 2022 – Die grosse Baustelle

in Advisory, Audit, Healthcare, Industry insights, 10.03.2014

Neben dem Schwerpunktthema Chancen und Risiken der Spitalfinanzierung sind die Herausforderungen von Bauvorhaben und einer effizienten Betriebsführung, IT-Strategien in einer vernetzten Welt und die strategische Planung des Leistungsangebotes aktuelle Fragestellungen. Die vielen offenen Punkten zeigen es deutlich: Das Spital 2022 ist eine grosse Baustelle. Folgende gilt es aus meiner Sicht anzupacken:

Baustelle „Finanzierung von Investitionen“

Vielerorts stellt die Finanzierung von Bauvorhaben und generell die Investitionsplanung die Spitäler vor eine grosse Herausforderung. Wie eine Studie der Credit Suisse prognostiziert, sind in den nächsten Jahren Investitionsbedürfnisse von rund CHF 9 Milliarden zu erwarten. Entsprechend muss verstärkt Eigenkapital gebildet werden und das Prinzip Design-to-cost wird matchentscheidend, d.h. effektiv auch das zu bauen, was benötigt wird und was man sich auch leisten kann. Nur so können auch grosse Investitionsvorhaben gestemmt und nachhaltig betrieben werden.

Baustelle „Businessplanung auf Fachbereichsebene“

Vor diesem Hintergrund gewinnt die strategische Planung und Finanzierung des Leistungsangebotes zunehmend an Bedeutung. Mit einer umfassenden und soliden Businessplanung zur fachspezifischen Entwicklung des Leistungsangebotes schafft man Transparenz – einerseits für die Entscheidungsträger, welche die strategische Ausrichtung des Spitals festlegen, und andererseits für die Finanzierer, welche die Investitionen (mit)tragen müssen. Mittels Analyse von validen Daten, können die Stärken und Schwächen und Chancen und Risiken der einzelnen Fachbereiche erarbeitet und daraus Strategien abgeleitet werden.

Baustelle „Big Data und eHealth“

Die stärkere Vernetzung von Informationen zeichnet sich auch im Gesundheitswesen ab. Der Umgang mit „big data“ und die virtuelle Vernetzung von Daten über veschiedenste Schnittstellen hinweg, wird eine grosse Herausforderung in den kommenden Jahren sein. Noch ist ungewiss, wie diese vernetzte Zukunft im Spitalumfeld aussehen wird, doch ich bin überzeugt, dass eHealth nicht nur in Form der elektronischen Patientenakte, sondern vor allem auch im Bereich der Prävention, wie es Gesundheitsdienstleister (z.B. Kaiser Permanente) in den USA bereits vormachen, auch in der Schweiz eine grosse Chance darstellt.

Mit Stethoskop und Meissel – Gemeinsam zum Spital 2022

Der OECD-Gesundheitsbericht erteilt dem Schweizer Gesundheitswesen im internationalen Vergleich eine sehr gute Qualität in der Gesundheitsversorgung. Diese wollen wir auch in Zukunft gemeinsam sicherstellen. Darum: Lassen Sie uns die grosse Baustelle Spital 2022 gemeinsam angehen und mit vereinten Kräften die Chancen ergreifen, in Stärken umwandeln und nachhaltige Lösungen für Herausforderungen erarbeiten.

Lesen Sie mehr zu den einzelnen Baustellen und Lösungsansätzen „on the road to Spital 2022“ im neuen Healthcare Check-up Magazin. Ich wünsche Ihnen viel Freude und Inspiration bei der Lektüre.

Weitere Informationen:


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