Spital der Zukunft: Vernetzung als Weg zum Erfolg

in Advisory, Healthcare, Industry insights, 08.03.2013

Der Kostendruck im Gesundheitswesen zwingt die Leistungserbringer, ihre Aktivitäten zu fokussieren und sich gegenseitig zu vernetzen. Dies bedeutet eine gezielte Bündelung der Leistungen mit einem Fokus auf die eigenen Kernkompetenzen, um in diesen Disziplinen zukünftig zu den Besten im Markt zu gehören.

Wer sinnvoll miteinander kooperiert, kann vielfach profitieren

Zwei benachbarte Regionalspitäler bieten mehrheitlich die gleichen Leistungen an und schliessen sich zusammen: Das eine Spital reduziert sein Angebot auf Wahleintritte, während das andere sämtliche Notfalleinritte übernimmt. Im ersten Spital können die teuren Vorhalteleistungen reduziert und im zweiten die Kosten für die Vorhalteleistungen auf mehr Fälle verteilt werden. In einem anderen Fall teilen sich zwei Spitäler teure Spezialisten, indem diese jeweils an definierten Tagen vor Ort ihre medizinischen Leistungen erbringen.

Die Möglichkeiten an Vernetzungen sind fast unendlich

Die Vernetzung von Arztpraxen, Akutbehandlung und Nachsorge führt zu einem attraktiven Angebot mit einer kompetenten Betreuung aus einer Hand. Das ist sowohl für Patienten als auch für Mitarbeiter interessant. Mit der radiologischen Befundung über Teleradiologie können Spezialisten rascher und eindeutiger die richtigen Behandlungsmassnahmen einleiten. Aber auch im nichtmedizinischen Bereich sind viele Kooperationen möglich. Das Kochen für den Mittagstisch in der nahen Kindertagesstätte fällt kaum ins Gewicht, führt aber zu einer besseren Auslastung der Küche.

Weshalb lohnen sich Vernetzungen?

Bei Vernetzungen geht es um die Steigerung der Attraktivität des eigenen Angebotes, die Erhöhung der Qualität durch das Einbringen von Fachkompetenz, sowie die Erhöhung der Effizienz durch eine grössere Anzahl Fälle. Nicht zuletzt führt Vernetzung auch zu einer klaren Steigerung der Wirtschaftlichkeit, indem zentrale Kosten besser verteilt werden können.

Weshalb stellen Vernetzungen eine Herausforderung dar?

Noch zu oft werden kleinere Leistungsanbieter einfach als Patientenlieferanten betrachtet, ohne einen echten Gegenwert zu bieten. Solche Kooperationen scheitern über kurz oder lang. Vernetzungen müssen zu einer Win-Win Situation führen, um die Akzeptanz der involvierten Partner zu gewinnen und nachhaltige Lösungen zu schaffen. Das Sammeln, Prüfen und Bewerten von Vernetzungsmöglichkeiten ist daher ein zwingender und zentraler Bestandteil von jedem Strategieprozess und muss auch im Business Plan dargelegt werden.

Mehr zum Thema Vernetzung und weitere Handlungsempfehlungen für eine nachhaltig erfolgreiche Positionierung eines Spitals finden Sie in unserem Magazin “Healthcare Check-Up“:


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