Tax goes IT

in Tax, 13.01.2017

Die Zeiten, als Steuerberatung noch eine Geheimwissenschaft war und sich auf das Verfassen von Schriftsätzen bzw. Einholen von Rulings beschränkte, sind weitestgehend vorbei. Auch in der Steuerberatung zieht immer mehr die IT ein und der Einsatz von Softwarelösungen wird allmählich zum Standard – „Tax goes IT“ könnte man sagen.

Durch die erhöhten Transparenzanforderungen und mit der Einführung des automatischen Informationsaustausches (AIA) wird dieser Trend beschleunigt. Das Schweizer Bankgeheimnis, das in zahlreichen Hollywood-Streifen so gerne gepflegt wurde, hat gegenüber ausländischen Bankkunden ausgedient. Mit dem AIA sind auch die Schweizer Banken verpflichtet, den Steuerbehörden ihrer ausländischen Kunden umfassende Informationen über deren Konten/Depots zu liefern – unaufgefordert und jährlich; zumindest den Steuerbehörden in jenen Ländern, die den AIA mit der Schweiz umsetzen (unter anderem EU).

Erhöhte Nachfrage nach Steueraufstellungen bei Bankkunden

Mit der steigenden Steuertransparenz einher geht die jährliche Deklaration der Einkünfte und – sofern es eine Vermögenssteuer gibt – der angelegten Vermögenswerte. Die Bankkunden fordern daher von ihren ausländischen Banken immer öfters, dass die Deklaration in den jeweiligen Heimatländern möglichst einfach und effizient vorgenommen werden kann, ohne dass es hierfür einen oftmals teuren Steuerexperten benötigt. Die Finanzdienstleister müssen sich daher einer erhöhten Nachfrage nach länderspezifischen Steueraufstellungen (sog. Tax Reportings) durch ihre internationale Kundschaft stellen – rund um den Globus.

Da die Erstellung von jährlichen Tax Reportings nicht zum Kerngeschäft der Banken gehört, wird diese Tätigkeit zunehmend outgesourced, wie das neudeutsch so schön heisst. Wie alles andere, das nicht zum Kerngeschäft gehört, wie bspw. IT bis hin zu Back- und Middleoffices. Ideale Partner für das Tax Reporting sind internationale Steuerberatungsunternehmen wie KPMG.

Vorteile automatisierter Tax Reports

Grundlage für das Tax Reporting bilden Informationen, die die Banken den Outsourcing-Partnern – in der Regel anonymisiert – zur Verfügung stellen. Auf der Basis dieser Daten kann KPMG dank einer selbst entwickelten Software die notwendigen Tax Reports generieren. Diese Prozesse sind praktisch durchgehend digitalisiert und werden vollständig in der Schweiz ausgeführt. Dank einem Ampelsystem werden nicht bearbeitete Transaktionen gemeldet und detailliert analysiert. Diese Arbeitsweise führt dazu, dass der Steuerexperte nicht mehr wie bisher seine Stunden verrechnet; massgebend für das Honorar ist neu vielmehr die Anzahl der Tax Reports. Die digitale Produktionsweise erfolgt also quasi industrialisiert und damit effizienter denn je.

Entscheidend ist aber, dass auch die Qualität der Tax Reports verbessert werden konnte. Denn wenn es um Zahlen geht, ist der Computer dem Menschen oftmals überlegen. Allerdings, die wichtigen Entscheide bei komplexen Transaktionen trifft auch in Zukunft der Mensch. Bei uns von KPMG sind dies unsere Steuerexperten und IT-Spezialisten mit ihrer interdisziplinär entwickelten Software für das Multishore Tax Reporting.

Fazit

Die Bankkunden fragen immer öfters nach Tax Reports. Banken sollten sich daher schon rechtzeitig Gedanken machen, welche Alternativen für ein qualitativ hochwertiges aber auch effizientes Tax Reporting bestehen. Äusserst interessant wird der Ansatz für die Bank, wenn ein Serviceanbieter gewählt wird, der neben Tax Reporting auch noch mit dem Tax Reclaim eine Rückforderung zu viel bezahlter Quellensteuern anbieten kann – effizient werden so die Prozesse für zwei Bankkundenangebote zu einem kombiniert, was die Bankressourcen zweifach reduziert – beim Personal und bei den Kosten.

 

 

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