CEO Outlook: Transformationsfähigkeit als strategischer Erfolgsfaktor

in Industry insights, 11.08.2016

Der Wandel sei die einzige Konstante, lautet ein geflügeltes Wort in der Unternehmensführung. Im Rahmen des aktuellen „CEO Outlook“, einer globalen Umfrage von KPMG bei über 1‘300 CEO, geben denn auch die Hälfte der befragten 50 CEO in der Schweiz an, in den kommenden drei Jahren massgebliche Transformationen in ihrem Unternehmen zu planen. Getrieben von verändertem Kundenverhalten, neuen regulatorischen Auflagen, disruptiven Technologien und einer zunehmenden Globalisierung der Wertschöpfungsketten sieht sich jeder zweite Unternehmensführer zu einschneidenden Veränderungen seines Geschäftsmodells oder dessen Prozesse veranlasst. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass sich dessen zwar mehr als 50 Prozent der CEO bewusst sind, aber ein Grossteil derzeit (noch) nicht in der Lage ist, die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. Denn oft geht es um eine grundsätzliche Neupositionierung eines Unternehmens im Markt, was einen fundamentalen Change-Prozess verlangt.

Agile Schweizer CEO

Eine Überprüfung und Transformation der Geschäftsmodelle ist indes keine isolierte Aufgabe, die auf einen Stichtag abgeschlossen werden kann. Eine Transformation bedeutet vielmehr die Entwicklung der Fähigkeit, stets auf veränderte Umwelteinflüsse reagieren zu können. Ich bin überzeugt, dass nur jene Unternehmen langfristig erfolgreich sein werden, die sich aus innerer Überzeugung  der Transformationsfähigkeit verschrieben haben und bereit sind, eine solche zu entwickeln. Veränderungsfähigkeit ist zum strategischen Wettbewerbsfaktor geworden – eine Entwicklung, der viele Unternehmen lange zu wenig Beachtung schenkten. Dabei ist diese Erkenntnis in der Schweiz offenbar stärker verankert als im Ausland, wo lediglich 41 Prozent der befragten CEO davon ausgehen, dass sich ihr Unternehmen und ihr Geschäftsmodell in den kommenden drei Jahren entscheidend verändern werden.

Zugunsten der Kunden

International werden zwei Faktoren als besonders wichtige Paradigmenwechsel eingestuft, nämlich die erhöhte Transparenz und Information auf Kundenseite sowie die Digitalisierung der Kundenbeziehung. Die persönliche Interaktion zwischen Menschen wird durch digitale und somit schnelle und transparente Prozesse teilweise abgelöst. Das heisst, dass Unternehmen – und zwar in allen Branchen – in Zukunft riesige Datenmengen verarbeiten und analysieren müssen, um im Wettbewerb genügend rasch auf Kundenbedürfnisse und Veränderungen reagieren zu können. Mit anderen Worten: Datenanalysen und IT-Kompetenzen werden in allen Branchen matchentscheidend. Durch raschere, bessere und transparentere Information gewinnen vor allem die Kunden an Macht.

Vollständige Studie: CEO Outlook – Now or Never

Über den CEO Outlook

KPMG hat in einer weltweiten, branchenübergreifenden Studie über 1‘300 CEO zu deren mittelfristigen Wachstumsperspektiven und Transaktionsabsichten, zur Innovationsförderung, zum Umgang mit Digitalisierung und Risiken sowie zum Personalmanagement befragt.

In der vorliegenden Artikelreihe gehe ich auf die spezifische Einschätzung dieser Fokusthemen durch die befragten Schweizer CEO ein.

 

Weitere Informationen:

 


1 Comment

  1. sam

    Wow,Nice to read it..
    Mir Muhammad Alikhan

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