Geschwindigkeit, Innovation und Digitalisierung als Top-Prioritäten für Unternehmen

in Industry insights, 13.06.2017

Höhere Geschwindigkeit am Markt, Innovationsförderung und die Implementierung disruptiver Technologien sind global die drei strategisch höchsten Prioritäten von Unternehmen. Das zeigt die diesjährige branchenübergreifende Befragung von KPMG bei weltweit rund 1‘300 CEO.

Mehr Geschwindigkeit am Markt

Während die Innovationsförderung im Unternehmen (2016: 21%, 2017: 23%) und die Implementierung disruptiver Technologien in das eigene Geschäftsmodell (2016: 18%, 2017: 21%) bereits letztes Jahr ganz oben auf der CEO-Agenda standen, wurde der stärkere Kundenfokus (2016: 19%) dieses Jahr durch das Streben nach mehr Geschwindigkeit am Markt (speed to market) abgelöst und von den CEO als höchste mittelfristige strategische Priorität für die kommenden drei Jahre angegeben (2017: 27%). Offensichtlich haben die Unternehmen die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Kunden zwischenzeitlich antizipiert und setzen nun auf die möglichst rasche Positionierung von Produkten und Dienstleistungen am Markt. Geschwindigkeit am Markt ist essentiell: 41% der Unternehmen befürchten, dass sie in Zukunft Marktanteile an direkte Konkurrenten verlieren werden – und 48% erwarten, dass neue Marktteilnehmer und Branchenakteure, die bisher nicht als unmittelbare Konkurrenz wahrgenommen wurden, bestehende Geschäftsmodelle revolutionieren werden.

Innovation als Führungsaufgabe

Fast jedes zweite Unternehmen sieht mittelfristig in technologischen Innovationen die grösste Disruption für die eigene Branche (48%). Entsprechend planen die Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten hohe Investitionen in kognitive Technologien (74%), das Internet der Dinge (77%) sowie in Data & Analytics (86%) zu tätigen. Das Bewusstsein für die Geschäftsrelevanz grosser Datensätze ist in vielen Unternehmen geschärft worden. Entsprechend planen mehr als vier von fünf Unternehmen kurzfristig verstärkte Investitionen in die Erhebung und Analyse grosser Datenmengen. Damit verbunden ist insbesondere das Bestreben, Marktentwicklungen und -trends resp. Kundenbedürfnisse besser antizipieren zu können. Mehr als die Hälfte der CEO (56%) trifft ihre Geschäftsentscheidungen auf der Grundlage zuvor ausgewerteter Daten.

Implementierung neuer Technologien

Als grösste technologiegetriebene Herausforderung für die nahe Zukunft bewerten die Unternehmen die Gewinnung geeigneter Fachkräfte (15%) wie auch die erfolgreiche Integration kognitiver Technologien in das eigene Geschäftsmodell (14%). Der Umgang mit neuen Technologien erfordert Know-how, das vielerorts noch nicht ausreichend vorhanden ist. Aus diesem Grund werden die Unternehmen kurzfristig in die Weiterbildung des eigenen Personals investieren müssen. Mittelfristiges Ziel in den kommenden drei Jahren ist aber die Rekrutierung geeigneter Fachkräfte, die mit den neuen Technologien vertraut sind und deren Potenziale effektiv auszuschöpfen wissen.

Vollständige Befragung: Disrupt and grow – 2017 Global CEO Outlook


1 Comment

  1. ndemi

    Article intéressant, relecture digne

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