Pauschalbesteuerung bleibt erhalten

in Tax, 02.12.2014

Am 30. November 2014 hat sich das Schweizer Stimmvolk für die Beibehaltung der Besteuerung nach dem Aufwand ausgesprochen. Somit bleibt die Besteuerung von Einkommen und Vermögen auf Basis der Lebenshaltungskosten sowohl für ansässige Pauschalbesteuerte wie auch für künftige Zuzüger bestehen.

Per 1. Januar 2016 wird jedoch das Gesetz zur Revision der Aufwandbesteuerung auf Bundesebene in Kraft treten, welches bereits vor und unabhängig von der nun abgelehnten Initiative lanciert wurde. Mit dem neuen Bundesgesetz werden die Anforderungen an die Pauschalbesteuerung verschärft. Für die Kantons- und Gemeindesteuern haben die Kantone die verschärften Vorgaben des entsprechend ebenfalls geänderten Steuerharmonisierungsgesetzes zu übernehmen. Auf Bundes- und Kantonsebene gilt demnach ab 1. Januar 2016 u.a. neu das Siebenfache des Mietzinses (bzw. des Eigenmietwerts) als Mindestanforderung zur Berechnung der Einkommenssteuer auf Basis des Aufwands. Auf Bundesebene gilt zusätzlich ein Mindestaufwand von 400‘000 Franken. Die Kantone müssen ebenfalls einen Mindestaufwand bestimmen, sind bei der Festlegung der Höhe jedoch frei. Für bereits vor dem 1. Januar 2016 ansässige Pauschalbesteuerte, ist eine Übergangsfrist von maximal 5 Jahren (bis 31. Dezember 2020) vorgesehen. Zahlreiche Kantone hingegen wenden die verschärften Bedingungen schon ab 2015/2016 an.

Was ändert sich für die Betroffenen?

Für Pauschalbesteuerte, welche bis anhin auf Basis eines Mindestaufwands besteuert wurden, der unterhalb der neuen Grenzwerte liegt, heisst dies, dass sie künftig auf Basis eines höheren Aufwands besteuert werden.

Was ist zu tun?

Nach dem Aufwand besteuerte Privatpersonen sollten vor dem Hintergrund der allfälligen Erhöhung der Bemessungsgrundlagen ihre steuerrechtliche Situation in der Schweiz prüfen. Es ist insbesondere abzuklären, ob die neuen gesetzliche Regelungen (neue Mindestpauschalen resp. Bemessung auf Basis des neu Siebenfachen (Eigen-) Mietwertes) zu einer Erhöhung der konkreten „Pauschalen“ Bemessungsgrundlage führen. Dies insbesondere sofern die Bemessung auf Basis des Siebenfachen des Eigenmietwertes resp. der Miete zu einer Erhöhung der Pauschalen führen würde.

Was ist zu beachten?

Eine umsichtige Steuerplanung, insbesondere in einem internationalen Umfeld, braucht Zeit. So steht zeitlich nicht nur die Steuerplanung an, sondern diese muss auch im zeitlich vorgegebenen Rahmen vollständig umgesetzt werden. Das Thema ist heute an die Hand zu nehmen, um der veränderten Steuersituation gelassen entgegenblicken zu können.

 

 

Weitere Informationen:

 


Leave a Reply

Your email address will not be published.