Eckpfeiler zur Umsetzung der USR III im Kanton Zug

12.10.2016

Der Zuger Regierungsrat hat die Eckwerte für die Umsetzung der Unternehmenssteuerreform III (USR III) festgelegt. Kernelement ist ein einheitlicher Gewinnsteuersatz von rund 12 Prozent. Mit gezielten Massnahmen, beispielsweise mit der Verankerung einer Patentbox oder der Förderung von Forschung und Entwicklung, kann die Steuerreform voraussichtlich ohne namhafte Einbussen für Kanton, Unternehmen und Private umgesetzt werden, und Zug bleibt so national und international ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsstandort.

Die Eckpfeiler der Umsetzung im Kanton Zug sind:

  • Senkung des Gewinnsteuersatzes auf rund 12% (heute ca. 14.6%)
  • Einführung einer kantonalen Patentbox mit 90% Entlastung
  • Förderung von Forschung und Entwicklung mit einem kantonalen F&E-Abzug von 150%
  • Einführung einer zinsbereinigten Gewinnsteuer (sog. NID)
  • Erhöhung der Besteuerung von qualifizierenden Dividenden auf 60% (heute 50%)
  • Begrenzung der Maximalentlastung bei 80%
  • Umbau der Kapitalsteuer mit Abstufungen für Beteiligungen und Konzerndarlehen

Das Schweizer Volk wird voraussichtlich im Februar 2017 über die USR III abstimmen. Erst danach wird der Bundesrat wichtige Ausführungserlasse zur Patentbox oder zur Förderung von Forschung und Entwicklung veröffentlichen. Deshalb wird der Regierungsrat anfangs 2017 nochmals über die Eckwerte beraten und die definitive Vorlage voraussichtlich im April 2017 in die Vernehmlassung schicken. Die Beratung im Kantonsrat ist für 2018 vorgesehen und in Kraft treten wird das neue Gesetz anfangs 2019.

Zum englischen Artikel.


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