Steuervorlage 17 – Kanton Zug nimmt Stellung

29.03.2018

Der Kanton Zug nahm am 22. März 2018 Stellung zu der Botschaft des Bundesrates zur Steuervorlage 17 (SV17). Der Zuger Finanzdirektor, Heinz Tännler, strich die Dringlichkeit einer Steuerreform hervor. Die zügige Verabschiedung der SV17 schaffe Rechtssicherheit und liege im Interesse der ganzen Schweiz. Weiter sei die Reform auch essenziell für die Attraktivität des Standorts Zug im Hinblick auf den internationalen Steuerwettbewerb. Der Kanton Zug will die SV17 aufkommensneutral und ohne Steuererhöhung für natürliche Personen umsetzen.

Umsetzung wie geplant möglich

Der Kanton Zug wird die SV17, wenn diese gemäss bundesrätlicher Botschaft zustande kommt, so umsetzen können, wie er das schon zu früheren Zeitpunkten umschrieben hat. Konkret heisst das:

  • Senkung des ordentlichen Gewinnsteuersatzes (einschliesslich direkte Bundessteuer) auf rund 12% (heute ca. 14.5%)
  • Einführung einer kantonalen Patentbox mit 90% Entlastung
  • Förderung von Forschung und Entwicklung mit einem zusätzlichen F&E-Abzug von 50%
  • Begrenzung der Maximalentlastung bei 70%
  • Umbau der Kapitalsteuer
  • Abschaffung der privilegierten Steuerstatus für Holding-, Domizil- und gemischte Gesellschaften
  • Erhöhung der Besteuerung von qualifizierenden Dividenden auf 70% (heute 50%)

Die vom Bundesrat vorgesehene Erhöhung der Kinder- und Ausbildungszulagen ist für den Kanton Zug nicht relevant, da bereits heute der Mindestsatz in Zug höher liegt.

Der Zuger Finanzdirektor appelliert nun an das Bundesparlament, die Vorlage zügig zu verabschieden, damit die nötige Rechtssicherheit geschaffen werden kann.


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