Steuervorlage 17 – Eckwerte für die Umsetzung im Kanton Zug

in Tax, 07.06.2017

Für die ganze Schweiz, besonders aber auch für den international ausgerichteten Wirtschaftsstandort Zug, ist es von grosser Bedeutung, dass die wirtschaftlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen für international tätige Unternehmen nach dem Nein des eidgenössischen Stimmvolks zur Unternehmenssteuerreform III (USR III) vom 12. Februar 2017 mit einer politisch mehrheitsfähigen Vorlage innert nützlicher Frist geklärt und die Planungs- und Rechtssicherheit wieder verbessert werden können.

Nachdem das Steuerungsorgan aus Vertretern von Bund und Kantonen seine Empfehlungen zuhanden des Bundesrates für eine ausgewogene Steuervorlage 17 verabschiedet hat, bestätigt der Kanton Zug seine Eckwerte für die kantonale Umsetzung der Steuervorlage 17.

Die geplanten Eckwerte für den Kanton Zug sind:

  • Senkung des ordentlichen Gewinnsteuersatzes (einschliesslich direkte Bundessteuer) auf rund 12% (heute ca. 14.6%)
  • Einführung einer kantonalen Patentbox mit 90% Entlastung
  • Förderung von Forschung und Entwicklung mit einem kantonalen F&E-Abzug von 150%
  • Begrenzung der Maximalentlastung bei 70%
  • Umbau der Kapitalsteuer
  • Abschaffung der privilegierten Steuerstatus für Holding-, Domizil- und gemischte Gesellschaften
  • Erhöhung der Besteuerung von qualifizierenden Dividenden auf 70% (heute 50%)

Abhängig vom Fortschritt der Arbeiten auf Bundesebene wird der Regierungsrat die Vernehmlassung für die kantonale Umsetzung voraussichtlich im April 2018 starten, damit die Änderungen per 2020 in Kraft treten können.

 

 

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