Steuerthemen gezielt für unternehmerische Fragen nutzen

in Tax, 18.01.2017

Während es in der globalisierten Geschäftswelt heute keine Grenzen mehr gibt und die Unternehmen ihre Chancen weltweit nutzen, sind die Länder daran, eben diese Grenzen zu Mauern hochzuziehen. Der freie Personenverkehr ist unter Druck, Trump schafft einen Protektionismus-Rat, abgeschaffte Zölle könnten wieder eingeführt werden. Globalisierung auf der einen, Protektionismus auf der anderen Seite.

Politiker haben stets das grösstmögliche Glück der grösstmöglichen Zahl im Auge – sonst werden sie nicht wiedergewählt. Sie kümmern sich auch um jene, die an den Gewinnen der Globalisierung nicht teilhaben und sind auf hohe Steuereinnahmen angewiesen. Damit die globalisierten Unternehmen sich steuerlich nicht mehr hinter Landesgrenzen oder Firmennamen verstecken können, wurden mit BEPS und regulatorischen Themen Regeln geschaffen, die die internationale Transparenz und Zusammenarbeit zwischen den Steuerbehörden radikal erhöhen. Die neuen Regeln verlangen, dass die Steuern dort bezahlt werden, wo die Wertschöpfung stattfindet.

Anders als man vielleicht meint, wird die höchste Wertschöpfung aber nicht unbedingt dort generiert, wo die Umsätze am höchsten sind oder wo am meisten Leute beschäftigt werden. Bei einer Schweizer Firma, die beispielsweise in Vietnam produzieren lässt, ihre Strategien aber in der Schweiz entwickelt, stellt man bald einmal fest, dass Vietnam auch Bangladesch sein könnte. Die Schweiz aber ist nicht austauschbar, denn hier arbeiten Fachkräfte und Strategen. Dieser Teil der Firma ist für Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit also wichtiger. Gemäss der Regel, dass die Steuerrealität der Geschäftsrealität zu folgen hat,  müssen die Steuern demzufolge in der Schweiz bezahlt werden.

Zur Befolgung der neuen Steuerrealität sind neue Methoden, welche über den Ansatz der herkömmlichen Verrechnungssteuer hinausgehen, gefragt. Dabei werden Steuer- und Unternehmensberatung zunehmend miteinander vereint. Um die bestmögliche Entscheidungsgrundlage für das Management zu schaffen, ist es notwendig, die Unternehmen im Kontext ihrer jeweiligen Industrie qualitativ zu analysieren.

 

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